Nachricht an meinen Leserkreis


 

Liebe Leser und Leserinnen

 

Wie Sie vielleicht schon bemerkt haben, habe ich anfangs Januar 2019 eine neue Rubrik gestartet (Reflexionen zum Zeitgeschehen im Lichte des katholischen Glaubens), mit dem Ziel, Sie weiter über meine Erkenntnisse im Bereich der Charakter- und Tugendforschung zu informieren.

 

Bereits früher habe ich darauf hingewiesen, dass ich in den 80-er Jahren begonnen habe, mich systematisch mit den Charaktereigenschaften meiner Klienten und meiner Umgebung auseinanderzusetzen.

 

Charakter (griech. "das Gepräge") ist die Summe unserer guten, weniger guten oder schlechten Eigenschaften. Sie bilden den sichtbaren und verborgenen Kern unserer Einstellungen, Handlungen, Erlebnisformen und Gesinnung. Wird die "Schulung" der guten Eigenschaften, auch Tugenden genannt, wie Besonnenheit, Treue, Zuverlässigkeit, Güte, Standhaftigkeit und Ähnliches vernachlässigt, so kann keine Person - wenn sie noch so gebildet ist oder ein hohes Ansehen geniesst, als charakterstark bezeichnet werden.

 

Ich  werde immer wieder gefragt, warum ich mich bei Fallbeispielen vorwiegend auf prominente Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Kultur, Sport und Wissenschaft beziehe. Auch  Durchschnittsmenschen haben mehr oder weniger die gleichen Charakterstärken oder -schwächen wie Prominente.

 

Das stimmt. Weil aber im Allgemeinen leistungsstarke und bekannte Persönlichkeiten  als Vorbilder gelten, neigen viele Menschen dazu, sie zu idealisieren, auch dann, wenn sie in moralischer Hinsicht weit hinter ihrer Leistung stehen. Dass dies zu Scheinidentität und oft zum Moralcrash führt, belegen zahlreiche Medienberichte und Dokumentationen, auf die ich mich unter anderem beziehe.

 

Herzlichst Ihre

Martha von Jesensky

 

Im Januar 2019

 

Hinweis auf meine publizierten Artikel: Zur Zeit schreibe ich regelmässig  für die  SKZ (Schweizerische Katholische Sonntagszeitung) www.sonntagsblatt.ch. Im Jahre 2017 und 2018 sind mehrere Artikel von  mir in den deutschen Medien,  "Die Tagespost"/ Würzbug  und www.kath.net, erschienen.